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Leitlinien zu den aufsichtsrechtlichen Melde- und Offenlegungsanforderungen aufgrund CRR Quick Fix wegen COVID-19-Krise
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Datum: 28.08.2020 | Kategorie: Sonstige

Leitlinien zu den aufsichtsrechtlichen Melde- und Offenlegungsanforderungen aufgrund CRR Quick Fix wegen COVID-19-Krise

Am 11. August 2020 hat die EBA die Leitlinien zu den aufsichtsrechtlichen Melde- und Offenlegungsanforderungen aufgrund der CRR Quick Fix wegen der COVID-19-Krise überarbeitet.

Hintergrund der Überarbeitung der Leitlinien ist die Änderung der CRR im Hinblick auf regulatorische Erleichterungen zur Abmilderung der Auswirkungen von COVID-19, der sogenannte CRR Quick Fix.
Die Leitlinien stellen klar, wie die CRR Quick Fix-Änderungen in den Reporting Frameworks 2.9 (aktuell gültig) und 2.10 (überwiegend ab dem 31.12.2020 gültig) sowie in der Offenlegung der Verschuldungsquote anzuwenden sind.

Die Änderungen haben Auswirkungen auf folgende Melde- und Offenlegungsbögen:
• Kreditrisiko:
• C 07.00, C 08.01, C 08.02, C 09.01 und C 09.02: Berücksichtigung der Unterstützungsfaktoren für KMUs und Infrastrukturprojekte gemäß Art. 501 und 501a jeweils in den Spalten RWA vor und nach Unterstützungsfaktoren
• C 07.00: Berücksichtigung des Betrages ABsa mit einem Risikogewicht von 100% in der Forderungsklasse sonstige Positionen bei Anwendung der Ausnahmeregelung des Art. 473a Abs. 7a im Rahmen der IFRS-9-Übergangsbestimmungen
• Marktrisiko: C 24.00: Berücksichtigung der Effekte des Art. 500c bzgl. des Ausschlusses von Überschreitungen aus der Berechnung des Rückvergleichs-Zuschlagsfaktors
• Eigenmittel:
• C 01.00: Keine Meldung des ausgenommenen Betrages der Software-Assets erforderlich
• C O5.01: Angaben zu den Übergangsbestimmungen gemäß Art. 468 bzgl. zeitwertbilanzierten, im sonstigen Ergebnis nicht realisierten Gewinnen und Verlusten aus Schuldtiteln gegenüber staatlichen Stellen und den IFRS-9-Übergangsbestimmungen gemäß Art. 473a bzgl. differenzierten Behandlung seit dem 01.01.2020 gebildeter ECL-Risikovorsorge
• Meldung der Verschuldungsquote: C 47.00:
• Anpassungen bzgl. des vorübergehender Ausschlusses bestimmter Risikopositionen gegenüber Zentralbanken aus der Gesamtrisikopositionsmessgröße gemäß Art. 500b
• Anpassung der vorübergehenden Berechnung des Risikopositionswerts von zur Abrechnung anstehenden marktüblichen Käufen und Verkäufen gemäß Art. 500d
• Berücksichtigung der Zuführung des Betrages AB in die Risikopositionsmessgröße gemäß Art. 473a Abs. 7a
• Offenlegung der Verschuldungsquote: LRCom:
• Offenlegung der ausgeschlossenen Zentralbankenpositionen gemäß Art. 500b inkl. qualitativer Erläuterung
• Offenlegung der Gesamtrisikopositionsgröße und der Verschuldungsquote, die ein Institut hätte, wenn es die Zentralbankpositionen nicht ausschließen würde.

Die Leitlinien sind ab dem 11. August 2020 bis zum 27. Juni 2021 anzuwenden.

 

Quellen / Verweise:

EBA/GL/2020/11

 

Ihr Ansprechpartner

Leonardo Rizzo

Director

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