Gründung und Inhaberkontrolle

Wer im Geltungsbereich des Kreditwesengesetzes gewerbsmäßig oder in einem Umfang, der einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert, Bankgeschäfte betreiben oder Finanzdienstleistungen erbringen will, bedarf der vorherigen schriftlichen Erlaubnis der Aufsichtsbehörde (§ 32 KWG).

 

Dabei ist die Entscheidung für die „richtige“ Lizenz einer der entscheidenden Eckpfeiler jeder Neugründung. Wir stehen Ihnen bei dieser strategischen Entscheidung gerne als kompetenter Gesprächspartner zur Verfügung.

 

Die zu erfüllenden Voraussetzungen für eine Erlaubniserteilung umfassen dabei neben den Anforderungen an die Organisation des zukünftigen Instituts auch Vorgaben zum Anfangskapital, der fachlichen Geeignetheit und Zuverlässigkeit der Geschäftsführer bis hin zu Angaben über die Zuverlässigkeit der Inhaber einer bedeutenden Beteiligung an dem beantragenden Unternehmen nach § 2c KWG i.V.m. der Inhaberkontrollverordnung.

 

Während der Antragsphase stehen wir Ihnen als Ansprechpartner der Aufsichtsbehörde zur Seite. Wir beraten Sie bei der Identifizierung der für den Erlaubnisantrag relevanten aufsichtsrechtlichen Anforderungen, helfen Ihnen bei der Erstellung aller notwendigen Dokumente und führen die Qualitätssicherung der einzureichenden Unterlagen durch.

Internal Governance & MaRisk Compliance

Im Rahmen des europäischen „Supervisory Review and Evaluation Process“ (SREP) beurteilt die zuständige Aufsichtsbehörde die Angemessenheit der vom Institut etablierten Internal Governance und das interne Kontrollsystem.

 

Dies umfasst insbesondere die Beurteilung, ob das jeweilige Institut über angemessene Kontrollen und adäquate Risikosteuerungs- und –controllingprozesse verfügt. Die Umsetzung des „3 Lines of Defense“-Modells und die damit verbundene sachgemäße Ausgestaltung der Compliance Funktion und der Interne Revision sind dabei von zentraler Bedeutung.

 

Wir helfen Ihnen gerne dabei, die Anforderungen der MaRisk in AT 4.4.2 an die Compliance-Funktion in einer für Ihr Haus angemessenen Weise umzusetzen und stehen Ihnen auch bei Fragen zur Ausgestaltung der Internen Revision mit Rat und Tat zur Seite.

Anpassungsprozesse und Outsourcing

Anpassungsprozesse umfassen neben dem Neu-Produkt-Prozess auch Änderungen betrieblicher Prozesse und Strukturen sowie Übernahmen und Fusionen. Die Anforderungen an diese Anpassungsprozesse sind in AT 8 der MaRisk geregelt.

 

Wir beraten Sie bei der Ausgestaltung der Prozesse und helfen bei der Identifizierung von Optimierungsmöglichkeiten.

 

Die Anforderungen an die Auslagerung von internen Prozessen auf externe Dienstleister ergeben sich aus AT 9 MaRisk, wobei sich mit der aktuellen MaRisk Novelle eine Verschärfung der Regelungen abzeichnet. Dies betrifft vor allem Fragen zu den Grenzen von Auslagerungen und zur Überwachung und Steuerung der ausgelagerten Aktivitäten und Prozesse.

 

Wir beraten Sie bei der Identifizierung der für Ihr Haus relevanten Auswirkungen und helfen Ihnen dabei, geeignete Maßnahmen zu entwickeln, so dass ihre betriebswirtschaftlich sinnvollen Auslagerungen alle aufsichtsrechtlichen Vorgaben erfüllen.

 

Darüber hinaus stehen wir Ihnen auch gerne als Auslagerungspartner zu den Themen Meldewesen, Compliance oder Interne Revision zur Verfügung.

IT Compliance

Nahezu alle Unternehmensprozesse werden heute durch die IT unterstützt bzw. erst ermöglicht. Die Frage nach der IT-Sicherheit, der IT Verfügbarkeit der Datenaufbewahrung und den Datenschutz rücken damit in jedem Institut in den Vordergrund und sind Gegenstand der IT-Compliance. Dabei sind eine Vielzahl gesetzlicher Vorgaben, wie z.B. das Datenschutzgesetz, die MaRisk, aber auch die GoBD GDPdU zu beachten.

 

Wir helfen Ihnen die für Sie relevanten Vorschriften zu bestimmen, überprüfen, inwieweit Sie diese bereits erfüllen und schlagen Ihnen geeignete Maßnahmen zum Abstellen möglicher Schwachstellen vor.

Wertpapier Compliance

Wertpapier-Compliance umfasst die organisatorischen Vorkehrungen eines Wertpapierdienstleistungsunternehmens zur Sicherstellung der Einhaltung des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG). Die Angemessenheit und Wirksamkeit dieser Vorkehrungen werden durch den Compliance Beauftragten überwacht und regelmäßig bewertet. Mit der Anwendung der MiFID II ab dem Jahr 2018 wird die Bedeutung der Compliance Funktion weiter zunehmen.

 

Wir beraten Sie bei der Aufnahme, Bewertung und erforderlichenfalls Optimierung der organisatorischen Vorkehrungen zur Einhaltung des WpHG und übernehmen auch gerne die Aufgaben des Compliance-Beauftragten. 

Geldwäsche- und Fraudprävention

„Es gehört zur ordnungsgemäßen Geschäftspolitik aller Unternehmen im Finanzsektor, Transaktionen mit kriminellem Hintergrund zu verhindern und dazu beizutragen, sie aufzudecken und zu bekämpfen. Dies betrifft insbesondere Vorgänge, die zur Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung ausgenutzt werden, sowie sonstige strafbare Handlungen, die dazu führen können, dass das Vermögen eines Instituts gefährdet wird.“ So formuliert es die BaFin auf ihrer Webseite.

 

Ob Kreditinstitut, Finanzdienstleister, Versicherungsmakler oder sogar FinTech, alle Verpflichteten mit Bezug zum Finanzsektor erhalten von uns umfassende Dienstleistungen zur Einhaltung der Geldwäschevorschriften. Welche Auswirkungen Verstöße gegen Geldwäschevorschriften haben können, kann in regelmäßigen Abständen in der Presse verfolgt werden. Gerade im internationalen Kontext sind Bußgelder in dreistelliger Millionenhöhe keine Seltenheit.

 

Wir helfen Ihnen dabei Ihre Geldwäsche-Organisation so auszugestalten, dass sie den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Angefangen bei aufbauorganisatorischen Fragestellungen, über die Risikoanalyse als Kernstück der Präventionsarbeit bis hin zur Optimierung der bestehenden Prozesse beraten wir Sie in allen Bereichen der Geldwäsche- und Fraudprävention. Darüber hinaus bieten wir Ihnen an, im Rahmen einer Auslagerung der Geldwäschefunktion sämtliche Beratungsleistungen zu vereinen, sowie bei der operativen Umsetzung von Kontrollmaßnahmen zu unterstützen.

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Lizensierung des Kryptoverwahrgeschäfts

Mit der Umsetzung der 5. EU-Geldwäscherichtlinie wurde das Kryptoverwahrgeschäft als neue Finanzdienstleistung in das KWG aufgenommen. Damit unterliegen auch Unternehmen, welche das Kryptoverwahrgeschäft für andere anbieten wollen, nun der Erlaubnispflicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin).

 

Der gesetzliche Tatbestand des Kryptoverwahrgeschäfts gilt als erfüllt, sofern Kryptowerte oder private kryptografische Schlüssel, die dazu dienen, Kryptowerte zu halten, zu speichern oder zu übertragen, für andere verwahrt, verwaltet und gesichert werden.

 

Da es hier zu einer erheblichen Ausweitung der erlaubnispflichtigen Tatbestände im Zusammenhang mit Kryptowerten kommt, sollte Sie Ihre bestehenden und geplanten Tätigkeiten einer Prüfung unterziehen. Damit geht  auch einher, dass das Erbringen von Finanzdienstleistungen ohne die erforderliche Erlaubnis als Straftat gilt, die mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe geahndet werden kann. Die positive Kenntnis von der Erlaubnispflicht ist für die Strafbarkeit dabei nicht erheblich.

 

Wir helfen Ihnen dabei, Ihr Geschäftsmodell umfassend zu analysieren, um anschließend in gemeinsamer Kooperation einen Erlaubnisantrag an die BaFin zu erarbeiten sowie die Möglichkeiten einer Integration des Kryptoverwahrgeschäfts in die bestehenden oder erforderlichenfalls auch neu zu etablierenden Prozessen des Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäfts zu prüfen.

 

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Vergütungsregelungen

Einen zentralen Aspekt des CRD IV Rahmenwerks stellen die Vorgaben zur Vergütung dar. Ziel ist es dabei die Ausrichtung von Vergütungssystemen auf den kurzfristigen Erfolg durch eine Ausrichtung auf einen langfristigen, nachhaltigen Unternehmenserfolg zu ändern. Die Umsetzung in Deutschland erfolgte dabei neben dem KWG insbesondere in der Institutsvergütungsverordnung. Wesentliche Aspekte, die sich aus der nationalen Umsetzung ergeben, sind dabei neben der Ausgestaltung und Operationalisierung der Vergütungsstrategie, die Definition von Riskoträgern und die Anforderungen an Rückforderungen bereits ausbezahlter variabler Vergütungsbestandteile.

 

Gerne unterstützen wir Sie bei der Umsetzung der Anforderungen der Institutsvergütungsverordnung in Ihrem Haus.

 

Ihr Ansprechpartner

WP Dirk Waßmann

Geschäftsführer

E-Mail
GAR Gesellschaft für Aufsichtsrecht und Revision mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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